Smarte Insulinpens – the next big thing?

Unsere Diabetes Technologie wird immer vernetzter. Pumpen kommunizieren mit CGM Systemen, Blutzucker Messgeräte mit Apps auf dem Smartphone etc. Doch was ist mit den Insulinpens ? Macht es Sinn diese ebenfalls „smart“ zu machen und ins digitale Datenmanagement einzubinden ? Welchen Nutzen könnte das haben und was müsste so ein Pen können ?

Im Februar bin ich im (gefühlt) nächsten Jahrhundert der ICT angekommen, denn nach 3 Jahren konventionellen Blutzuckermessen und Insulin spritzen wurde ich mit einem Libre und einem Pendiq 2.0 ausgestattet. (Der Beitrag steht in keiner Verbindung zu den beiden Herstellern und spiegelt meine eigene Meinung im Rahmen des Tagesthemas der Blogwoche wieder. Mir wurden weder die Geräte zur Verfügung gestellt, noch habe ich eine Vergütung in irgendeiner Form bekommen.)

 
diabetes-blog-woche

Endlich wieder etwas Aufregung im Diabetes-Alltag! Naja dachte ich zumindest, wobei die Aufregung schon vorhanden ist, allerdings negativ von meiner Seite. Denn der smarte Pen hat auch, im Gegensatz zum mechanischen Modell, gelernt eine kleine Diva zu sein.

 

Aber erst mal der Reihe nach, was kann mein Pen um als smart durchzugehen?

  • Abgabe von Insulin in 0,1 I.E Dosierschritten
  • Memoryfunktion die sich die Menge und Zeitpunkt der letzten Injektionen merkt
  • per Bluetooth mit dem Smartphone kommunizieren
  • (und er kann ein dunkles Zimmer für mindestens 1 Minute in futuristisch blaues Licht tauchen)

 

Überflüssige Spielereien, oder ein weiterer Schritt im Datenmanagement?

Bluetoothfunktion und digitales Tagebuch? Ja bitte! Je weniger Aufwand ich mit der Dokumentation habe, desto besser. Ich bin der Meinung, dass es nur „gerecht“ die gleiche Dokumentationsmöglichkeiten für jede Therapieform anzubieten. Warum also als Penner auf die Möglichkeit des Auslesens verzichten müssen, die einem Pumpi zur Verfügung stehen? Durch eine genauere Dokumentation wird die Optimierung im Diabetes Management leichter, da mehr Daten zur Verfügung stehen.

 

Aber ist dieser smarte Pen wirklich smart genug um meinen Alltag erheblich zu erleichtern?

Nein, definitiv nicht. Denn er tut eigentlich nicht mehr als ein klassischer Pen für mich tut: Insulin dosiert abgeben. Es ist nicht so, dass ich der smarten Funktion eine Chance geben wollte, aber der Pendiq hat das gleiche Problem wie das Libre mit meinem Handy: Ich kann keine App downloaden um die beiden zu koppeln. Während es beim Libre an der fehlenden Unterstützung für mein Gerät liegt, ist das Problem mit der Pendiqapp, dass diese in meinem Appstore nicht verfügbar ist.
Ich habe mir von der Memoryfunktion für mich selbst auch etwas mehr erwartet, aber dadurch dass das Einstellen der Dosis so schwergängig ist vergesse ich auch kurzschluss Dosisänderungen nicht mehr.
Ich habe den Pen sozusagen entsmartet, oder einfach keine Chance gegeben, denn auch nach 6 Monaten überlege ich bei jedem Patronen wechsel nicht wieder zu meinen alten Pen zu wechseln…

 

Was ich von einem wirklich smarten Pen erwarte – oder erträume

  • Eine Reibungslose Datenübertragung
  • Eine leichte und flüssige Handhabung
  • Kompatibilität mit anderen Geräten – im Moment gibt es für mich keinen leichten Weg die Libre und die Pendiq Dokumentation zu kombinieren -> Schön wäre es wenn nicht jeder Hersteller seine eigene Suppe kochen würde, sondern man sich auf einen gemeinsamen Standard einigen könnte
  • Eine Anzeige die erkennen lässt, ob mein Insulin noch gut ist (was besonders an Sommertagen einiges erleichtern könnte)
  • Einen Bolusrechner
  • Einen Kohlehydrat-Sensor (so als Ergänzugn zum Bolusrechner)
  • Eine Korrekturfunktion (weil der Pen weiß, dass du bei der Art Gericht eh immer falsch schätzt)

Die letzten Punkte sind wahrscheinlich ein bisschen unrealistisch, aber vielleicht gehen diese Wünsche ja irgendwann mal in Erfüllung.

 

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